Vorstellung Projekt „Im Sport verein(t) - Teilhabe erleben“
Wie sieht ein guter Sportverein aus? Wie gelingt es den Bedürfnissen aller Mitglieder gerecht zu werden? Wie kann ein Verein offen für alle sein, einen engagierten Vorstand, motivierte Ehrenamtliche und gut kommunizierende Trainer*innen haben, die eine starke Gemeinschaft bilden, damit Sport für alle ermöglichen und noch dazu Spaß am Training haben? Wie können wir alle im Sport Aktiven für die Einhaltung demokratischer Werte sensibilisieren? Und wie kann verhindert werden, dass Rechtsextreme und andere der Demokratie abgewandte Menschen ihre menschenverachtenden und antidemokratischen Ideologien über Sportvereine verbreiten?
Diesen Fragen widmen wir uns im Projekt. Orientiert an der Haltung eines offenen und demokratischen Miteinanders nach dem Vorbild der Olympischen Idee unterstützen wir bei Herausforderungen und der Umsetzung konkreter Vorhaben. Dabei können wir durch einen Beratungsprozess begleiten oder in Bildungsformaten sensibilisieren und informieren.
Unsere Ziele
- Für einen Sport für alle
- Sport für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen, unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, körperlichen Fähigkeiten, sozialem Hintergrund, Religion oder Sexualität
- Sport zur Förderung von demokratischen Werten wie Fairness, Respekt, Teamwork, Solidarität und Durchhaltevermögen
- Chancengleichheit in Sachsens Sportstrukturen, vom Landesverband bis zum Verein
- Ein aktiver FairPlay-Gedanke
Unsere Leistungen
Unterstützung im Bereich des Konfliktmanagements. Wir können Konfliktlösungsprozesse moderierend begleiten, um mit den Beteiligten mögliche Wege zur Lösung zu erarbeiten. Darüber hinaus können Beratungsprozesse zur Förderung der vereinsinternen Mitbestimmung und der Förderung von Engagement begleitet werden, etwa wenn Vereine eine wertschätzende Vereinskultur etablieren, die Satzung überarbeiten, ein Leitbild erstellen oder neue Engagierte gewinnen möchten. Und wir können dabei unterstützen, demokratiefeindlichen Tendenzen im Sport zu begegnen – etwa, wenn es Probleme mit politischem Extremismus oder Diskriminierung im sportlichen Alltag eines Vereins oder Verbandes gibt.
Accordeons
Beratungsangebot
Zur Bearbeitung von Konflikten, organisatorischen Entwicklung des Vereines, Erstellung eines Leitbildes, Anpassung einer Satzung bietet das Projekt die Möglichkeit zur Beratung. Das Beratungsangebot umfasst die beratende Begleitung durch das Projektteam. Das zugrunde liegende Beratungskonzept beruht auf dem systemischen Ansatz und heißt, allen, deren Leidenschaft dem Sport gilt, soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ zur Bewältigung von Herausforderungen ermöglicht werden.
Bildungsangebot
Zur Sensibilisierung, weiterführenden Information und Reflexion stellt das Projekt Bildungsmodule zur Verfügung, die in Trainer*innenlizenaus- und Fortbildungen sowie Vereinsmanager*innenausbildungen implementiert sind und darüber hinaus frei gebucht werden können. „Diskriminierung im Sport begegnen“ und „Konflikten im Sport begegnen“ sind zwei grundlegende Bildungsmodule, die je nach Zielgruppe und Bedarf angepasst werden können.
„Diskriminierung im Sport begegnen“
Im Sport finden sich Diskriminierung und antidemokratische Verhaltensweisen wieder: in Form antisemitischer Gesänge beim Fußball, rassistischer Zuschreibungen in der Leichtathletik oder sexistischer Geschlechterstereotypen im Tanzsport. Da Diskriminierung oftmals gar nicht sofort auffällt, ist Hintergrundwissen notwendig, um zu erkennen, wann genau von Diskriminierung gesprochen werden kann, woran sich diese erkennen lässt – und wie sich Diskriminierung auf die betroffenen Personen auswirkt.
Das Bildungsmodul richtet sich an Übungsleiter*innen in Vereinen, Vertreter*innen von Verbänden und andere im Sport aktive Personen. Im Format eines Workshops werden anhand von Fallbeispielen aus dem Sport und im interaktiven Austausch mit den Teilnehmenden unterschiedliche Diskriminierungsformen beleuchtet. Durch den Einsatz vielfältiger Methoden soll darüber hinaus ein Perspektivwechsel ermöglicht werden, der die Teilnehmenden für Diskriminierungsformen sensibilisiert, Handlungsoptionen aufzeigt und zum Nachdenken anregt.
Zeitlicher Rahmen: 4-5 LE (1 LE = 45 Minuten)
Kosten: keine
„Konflikten im Sport begegnen“
Im Sport kommen jeden Tag Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Bildungsgrade, unterschiedlichen Geschlechts und Religion zusammen. Was einerseits eine große Chance ist, gestaltet sich im konkreten Alltag eines Sportvereins, eines Verbandes oder eines Teams dennoch manchmal schwierig: Bedeutet dies doch immer auch, all die unterschiedlichen Menschen, ihre Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse unter einen Hut bringen zu müssen. Das kann zu Konflikten führen, die Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen eines Vereins oder den allgemeinen Zusammenhalt im Team haben.
Umso wichtiger ist es für Übungsleiter*innen, für Vereinsverantwortliche oder Vorstandsmitglieder, frühzeitig potenzielle Konflikte zu erkennen und zu bearbeiten. In Form eines Workshops werden in einer Mischung aus theoretischem Input und interaktiven Übungen Arten von Konflikten thematisiert und erarbeitet, wie sich diese durch eine gelungene Kommunikation lösen lassen.
Zeitlicher Rahmen: 4-5 LE (1 LE = 45 Minuten)
Kosten: keine
Weitere Bildungsangebote auf Nachfrage
Über unsere grundlegenden Bildungsangebote bieten weitere Formate zur Sensibilisierung, inhaltlichen Weiterbildung und Reflexion für unterschiedliche Zielgruppen zu verschiedenen Themenschwerpunkten im Bereich der Demokratiepädagogik und Antidiskriminierungsarbeit an. Bei Bedarf oder Rückfragen melden sie sich gern bei uns.
Demokratietrainer*innen
Umgesetzt werden alle Angebote des Projektes durch ein Zweier-Team aus ausgebildeten Demokratie- und Konflikttrainer*innen im Sport (DKS). Sie selbst kommen aus dem organisierten Sport und Wissen um die Besonderheiten von Verbänden und Vereinen Bescheid.
Haben Sie Fragen zu oder konkreten Bedarf an unserem Angebot, dann melden Sie sich bei uns. Gerne erörtern wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Nachfragen und beraten sie zu Ihren Anliegen. Grundlage unseres Ansatzes ist ein vertrauensvolles Miteinander. Jede Anfrage behandeln wir darum selbstverständlich auch vertraulich.
Gefördert wird das Projekt durch das Förderprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern sowie durch den Landespräventionsrat Sachsen beim Staatsministerium des Innern des Freistaats Sachsen.