Am 23. August 2025 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Sportvereinen, Landesfachverbänden, dem Landessportbund Sachsen (LSB) und dem Staatsbetrieb Sachsenforst in der „Waldschule am Kunnerstein“ in Augustusburg. Ziel des Tages war es, den Wald in seiner Vielfalt als Lebens-, Wirtschafts-, Erholungs- und natürlich auch Sportraum kennenzulernen. Im engen und praktischen Austausch sollten Herausforderungen gemeinsam beleuchtet und das gegenseitige Verständnis gestärkt werden. Der erste Teil des Programms wurde vom LSB gestaltet, der zweite Teil vom Staatsbetrieb Sachsenforst.

Vereine berichten aus der Sportpraxis

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Einblicke aus der Praxis gaben zwei Organisationen, die ihre sportlichen Schwerpunkte im Wald haben. Der Verein Mountainbike Initiative shreadERZberichtete von seiner Entwicklung seit der Gründung im Jahr 2020. Mit großem Engagement setzt sich der Verein für legale Trails im Erzgebirge ein, die zugleich naturverträglich angelegt und durch den Verein gepflegt werden sollen. Mit dem „Hübler-Trail“ konnte bereits der erste offizielle Trail eröffnet werden – weitere Projekte sind in Planung.

Auch die Sportart Orientierungslauf wurde vorgestellt. Landesfachwartin Myrea Richter erläuterte die Besonderheiten dieser Ausdauersportart, die querfeldein mit Karte ausgeübt wird und für nahezu alle Altersgruppen sowie auch für Menschen mit Einschränkungen geeignet ist. Gleichzeitig schilderte sie die organisatorischen Herausforderungen bei der Genehmigung von Veranstaltungen, die verschiedene Behörden und Waldbesitzer betreffen.

Pflanzaktion und Waldbegehung

Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss wurde die bestehende Rahmenvereinbarung symbolisch verlängert: Mit der Pflanzung einer Rot-Eiche – Baum des Jahres 2025 – setzten LSB und Sachsenforst ein Zeichen für die fortgesetzte Zusammenarbeit.

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Im Anschluss führte Revierförster Tilo Stoll durch den angrenzenden Wald. Während des Rundgangs wurden forstwirtschaftliche und sicherheitsrelevante Aspekte ebenso thematisiert wie die Struktur des Wegenetzes. Am Beispiel eines illegalen Mountainbike-Trails im Waldgebiet zeigte der Förster die negativen Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur auf.  

 

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Das abschließende Resümee fiel durchweg positiv aus: Die Teilnehmenden bewerteten den Vereinstag als wertvolle Gelegenheit, Wissen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Alle Seiten betonten, dass die Zusammenarbeit zwischen Landessportbund Sachsen und Sachsenforst weiterhin intensiv und erfolgreich fortgesetzt werden soll.