Umfassende Analyse und Handlungsempfehlungen zur Förderung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit im deutschen Breitensport

Der organisierte Sport in Deutschland birgt mit seinen vielfältigen Strukturen und seinen über 27 Millionen Mitgliedern ein enormes Potenzial, eine zentrale Rolle in der Dekade des Handelns zu spielen. Ob auf großer Bühne oder im kleinen Verein, der Sport kann entscheidend zu einer Nachhaltigen Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Planetaren Grenzen beitragen. In den vergangenen Jahren hat der organisierte Sport in Deutschland enorme Fortschritte in der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit gemacht. Die Anzahl der Sportvereine und -Verbände, die sich im Umweltbereich engagieren, wächst. Dennoch fehlt es aktuell sowohl an einer umfassenden Gesamtanalyse der vorhandenen Beiträge als auch an einer flächendeckenden Umsetzung von Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen auf Verbands- und Vereinsebene.

Das Projekt „Breitensport, Umwelt und Nachhaltigkeit“ (BUNA) füllt diese Lücke, indem analysiert wird, welche konkreten Ansätze zur nachhaltigen Entwicklung im Breitensport bereits vorhanden sind sowie untersucht wird, welche Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele den aktuellen und künftigen Rahmen für Nachhaltigkeit im Breitensport bilden können. Dabei sollen wirkungsvolle Ansätze herausgearbeitet, Hemmnisse beschrieben, Best Practice-Beispiele definiert sowie praxisbezogene Handlungsempfehlungen für Sportverbände und -vereine erarbeitet werden. Zur Sicherstellung breitenwirksamer und zuverlässiger Ergebnisse werden verschieden qualitative Methoden angewendet, insbesondere Desktop-Recherche, Interviews, Umfragen, Fokusrunden und Konferenzen.

Abschlusskonferenz in Berlin

Versammlung in einem Konferenzraum in BerlinAbschlusskonferenz in Berlin zoom

Nach über zwei Jahren fand die Abschlusskonferenz des Projektes in Berlin statt und die Forschungsergebnisse wurden präsentiert.  Die entwickelten Handlungsfelder sollen helfen die Nachhaltigkeit in den Sportorganisationen flächendeckend zu verankern. Weiterhin wurde betont, dass das Thema nicht als Zusatzaufgabe gesehen werden soll, sondern eine strategische Notwendigkeit besitzt. Da der Sport sich in zwei Rollen wiederfindet. Zum einen als Verursacher/ betroffener von Umweltbelastungen, aber auch als potenziellen Lösungsakteur.

Die veröffentlichten Handlungsempfehlungen richten sich sowohl an Vereine als auch an Verbände und bieten konkrete Maßnahmen für unterschiedliche Entwicklungsstände. Die Maßnahmen sich auch mit Praxisbeispielen untersetzt, zum Beispiel aus Sachsen mit den Vereinen FC Blau-Weiß Leipzig – Errichtung seines Vereinsgartens und der SG Olympia 1896 Leipzig e.V. mit seinem Projekt “Next-Level – Ein Platz für alle“ (Crowdfunding – Aktion zur Erreichung des Eigenmittelanteils für den Bau des neuen Kunstrasenplatzes mit 100% klimaneutralen Kunstrasenbelag).