Seit mehr als 20 Jahren sind die Freiwilligendienste im Sport ein fester Bestandteil der sportlichen Jugendarbeit in Sachsen. Sie richten sich vor allem an junge Menschen unter 27 Jahren. Aber auch Menschen über 27 können sich im Rahmen des BFD für ein Orientierungsjahr im Sportverein entscheiden.
Die Aufgaben der Freiwilligen sind dabei vielseitig: Sie unterstützen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, betreuen Sportgruppen, helfen bei Veranstaltungen oder bringen sich im Vereinsmanagement ein. Gleichzeitig sammeln sie wertvolle Praxiserfahrungen, übernehmen Verantwortung und haben die Möglichkeit, sich sportfachlich weiterzubilden. Im Rahmen der Bildungsangebote können beispielsweise Trainer-, Übungsleiter- oder Jugendleiterlizenzen erworben werden. Ergänzt wird das Angebot durch Seminare zu gesellschaftspolitischen Themen. In zahlreichen Einsatzstellen in ganz Sachsen leisten die Freiwilligen damit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur Stärkung der Sportgemeinschaft. Freiwilligendienste sind dabei zurecht ein Gewinn hoch drei: für die Freiwilligen selbst, für die Menschen in den Einrichtungen und Vereinen und für die Gesellschaft insgesamt. Gerade der organisierte Sport zeigt, wie Freiwilligendienste Teilhabe, Verantwortungsübernahme und demokratisches Miteinander stärken können.
Ein besonderes Format bietet der BFD im Spitzensport. Er ermöglicht es Nachwuchsleistungs- und Spitzensportler*innen, ihren Bundesfreiwilligendienst flexibel mit ihren sportlichen Verpflichtungen zu verbinden. Eine von ihnen ist Chantal-Christin Heydenreich, die ab September ihren BFD beim Sächsischen Kanu-Verband absolviert. Die Kanutin wurde in diesem Jahr U23-Europameisterin.
Aus aktuellem Anlass:
"Angesichts der aktuellen politischen Diskussionen über einen möglichen neuen Zivildienst bleibt abzuwarten, wo der Sport entsprechende Berücksichtigung erfährt. Klar sollte sein, dass sich ein neuer Zivildienst strukturell eng an den bestehenden Freiwilligendiensten orientieren und anschlussfähig gestaltet sein sollte. Dabei sind vor allem auch die Vielfalt der Einsatzfelder zu erhalten bzw. auszubauen. Eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung für zivilgesellschaftliche Strukturen sollte als selbstverständlich bedacht sein. Hierbei fordern die verbandlichen Zentralstellen ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz, das insbesondere die Jugendfreiwilligendienste in den Blick nimmt. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Jugendfreiwilligendienste neben einem novellierten Bundesfreiwilligendienst gleichermaßen gestärkt werden", führt Paul Werner, 1. Vorsitzender der Sportjugend Sachsen, aus.
Träger der Freiwilligendienste im Sport im Freistaat Sachsen ist die Sportjugend Sachsen, die Jugendorganisation des Landessportbundes Sachsen.
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