Ein wichtiges und zugleich sensibles Thema haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (dsj) erneut aufgegriffen: den Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Parteien, Gruppierungen und Akteur*innen. Das bereits 2020 veröffentlichte Positionspapier wurde überarbeitet und erweitert, um Vereinen und Verbänden eine aktualisierte Orientierung sowie konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit entsprechenden Herausforderungen zu bieten.

Im Fokus des neuen Positionspapiers steht nicht nur die klare Benennung demokratischer Grundwerte. Es enthält darüber hinaus einen konkreten Maßnahmenkatalog für den Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Akteur*innen im organisierten Sport. Dabei wird deutlich gemacht, dass die Mitgliedschaft in einer nicht verbotenen Partei oder Gruppierung für sich genommen nicht automatisch zu Konsequenzen führt. Maßgeblich ist vielmehr das konkrete Verhalten von Personen und die Frage, ob dieses mit den Werten von Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und Respekt vereinbar ist. Für entsprechende Fälle formulieren DOSB und dsj konkrete Handlungsmaßnahmen, beispielsweise im Zusammenhang mit Einladungen zu Veranstaltungen, Ehrungen oder Wettkämpfen.

Mit der Überarbeitung des Papiers möchten DOSB und dsj nach eigenen Angaben Vereine und Verbände dabei unterstützen, Sicherheit im Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Positionen zu gewinnen und gleichzeitig die Werte eines offenen und vielfältigen Sports zu stärken.

„Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“ 
(Karl Popper)