Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender überreichten die Auszeichnung am Montag (26. Januar) im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der DZ BANK in Berlin gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Otto Fricke, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak.
Der VfB Eilenburg hatte sich über die Volksbank Delitzsch beim bedeutendsten Wettbewerb für den deutschen Vereinssport beworben. Mit seiner Initiative hatte der Verein zunächst auf lokaler Ebene den „Großen Stern des Sports“ in Bronze sowie anschließend auf Landesebene den „Großen Stern des Sports“ in Silber gewonnen und sich so für das Bundesfinale qualifiziert, bei dem er nun den hervorragenden zweiten Platz erreichte. Für dieses ausgezeichnete Ergebnis erhielt der Verein aus Sachsen zudem ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro. Der Wettbewerb für herausragendes gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen sowie für kreative Sportvereinsentwicklung wurde vom DOSB und den Volksbanken und Raiffeisenbanken bereits zum 22. Mal durchgeführt.
„FairPFIFFEN – Mut braucht Rückhalt“
Ausgezeichnet wurde der VfB Eilenburg für seine Initiative „FairPFIFFEN - Mut braucht Rückhalt“, mit dem der Verein im Handballsport ein starkes Zeichen für Respekt und Nachwuchsförderung im Schiedsrichterwesen setzt. Entstanden aus dem Hilferuf junger Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, die Angst vor Anfeindungen und Pöbeleien auf dem Spielfeld hatten, bietet der VfB ein innovatives Coaching-System: Über Headsets erhalten jugendliche Schiris während des Spiels Live-Unterstützung durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren. Ergänzt wird das Konzept durch Workshops für Eltern, Trainerinnen und Trainer sowie für Zuschauerinnen und Zuschauer, die sensibilisieren und zu respektvollem Verhalten beitragen. Mit der symbolischen „Gelben FairPFIFFEN-Karte“ und frei verfügbaren Materialien auf www.fairpfiffen.de wird der Ansatz bundesweit übertragbar gemacht. So stärkt „FairPFIFFEN“ junge Menschen in ihrer Persönlichkeit, fördert das Ehrenamt sowie Fairness im Sport und verändert nachhaltig die Haltung auf und neben dem Platz.
Die Entscheidung über den Bundessieg bei den „Sternen des Sports“ 2025 traf eine hochkarätig besetzte Expertenjury. Ihr gehörten unter anderem ehemalige Spitzensportlerinnen und heutige DOSB-Mitglieder, Sportjournalisten sowie Sportwissenschaftler an. Die Jury vergab den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2025 sowie einen Siegerscheck über 10.000 Euro an die Turngemeinde Herford von 1860 aus Nordrhein-Westfalen mit der Initiative „Vereinsheld 2025 - Unsere Zukunft ist Ehrenamt“, eingereicht bei der Volksbank in Ostwestfalen. Hinter dem VfB Eilenburg auf dem dritten Platz landete der von der Volksbank Zuffenhausen begleitete MTV Stuttgart 1843 aus Baden-Württemberg, der für seine vorbildliche Gründung einer Parasport-Akademie geehrt wurde und 5.000 Euro Preisgeld erhielt.
Seit 2004 wird gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen belohnt
Der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ bereits seit dem Jahr 2004 außergewöhnliche gesellschaftliche Aktivitäten in Sportvereinen. Seither flossen tausenden Sportvereinen insgesamt mehr als 9,5 Millionen Euro an Fördermitteln zu. Zum 22. Mal wurden in diesem Jahr nachahmenswerte Initiativen aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Digitalisierung, Demokratieförderung, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung und Diversität, Integration und Inklusion, Kinder- und Jugendförderung, Klimaschutz sowie Vereinsmanagement und -entwicklung bei den „Sternen des Sports“ ausgezeichnet.
