Mit der Olympia-Kampagne „Leipzig bewegt“ ist die nächste Bewerbungsstufe erreicht. Denn nun heißt es: Werbetrommel rühren.

Berlins Olympiabeauftragter Kaweh Niroomandbetonte bei der Pressekonferenz in Leipzig: „Eine deutliche Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner habe sich im Rahmen einer Dimap Umfrage Ende März 2026 für eine Bewerbung ausgesprochen! Mit dem Start der Kampagne in Leipzig und gemeinsam mit unseren starken Partnern des Konzeptes BERLIN+ wollen wir diesen Rückhalt weiter ausbauen und noch mehr Menschen überzeugen.“ 

Die Kampagne wird sichtbar in Leipzig

Jetzt im Frühjahr sollen die Motive in das Stadtbild einziehen, auf die gemeinsame Bewerbung aufmerksam machen und vor allem bei der Bevölkerung Begeisterung wecken, unterstreicht Leipzigs Olympiabeauftragter und Sportbürgermeister Heiko Rosenthal. Geplant sind zunächst verschiedene Plakatkampagnen. Als Highlight hat die Stadt zum kommenden Firmenlauf (17.06.2026) für die über 1.000 Läufer der Stadtverwaltung neue Shirts drucken lassen. Auch diese tragen das Motiv der neuen Kampagne.

Leipzig ist am Start

Leipzig gilt seit vielen Jahrzehnten als bedeutender Sportstandort und kann auf eine gut ausgebaute Infrastruktur zurückgreifen. Genau das passt zur Ausrichtung der Bewerbung, denn neue Großbauten sollen möglichst vermieden werden. Stattdessen könnten bestehende Hallen und Arenen für Wettkämpfe genutzt werden. Dazu zählen moderne Sportstätten wie das Sportforum mit der Red Bull Arena, die Quarterback Immobilien Arena, die Nordanlage sowie den Clustern Leipziger Messe und der Kohlrabizirkus.

Nicht nur durch die Nutzung bestehender Anlagen setzt Leipzig auch Nachhaltigkeit, sondern etwa auch durch kurze Wege und emissionsarme Mobilität sowie eine langfristige Nachnutzung der Sportstätten.

Markkleeberg sitzt mit im Boot

Südlich von Leipzig kommt mit Markkleeberg ein zweiter Standort ins Spiel. Der dortige Kanupark ist international etabliert und hat sich bereits bei zahlreichen Wettkämpfen bewährt. Für die Olympiaplanungen ist er deshalb ein echtes Plus, insbesondere für Wettbewerbe im Kanu-Slalom. Solche vorhandenen Top-Anlagen sind ein entscheidender Vorteil des gesamten „Berlin+“-Ansatzes.

Dass Sachsen mit Leipzig und Markkleeberg Teil dieses Konzepts ist, unterstreicht die Bedeutung des Freistaats im deutschen Sport.

Alle Hintergrundinfos aus Leipzig gibt es hier.

Ein Blick auf die anderen Bewerber

Neben Berlin mit seinen Partnerstädten haben sich für die Austragung der Olympischen Spiele auch München, die Region KölnRheinRuhr und Hamburg beworben. München ging mit einem Bürgerreferendum als erstes an den Start. 66% haben sich beim Ratsbürgerentscheid überraschend für Olympia ausgesprochen. In Hamburg und der Region KölnRheinRuhr sollen die Abstimmungen Mitte April und Ende Mai erfolgen. Berlin wird aus Verfassungsgründen kein Referendum durchführen.

Finale Entscheidung wird im September gefällt

Noch ist völlig offen, wer das Rennen macht und dadurch als deutscher Kandidat in die nächste Runde zieht. Klar ist aber schon jetzt: Sachsen hat seine Hausaufgaben gemacht und zeigt, dass es bereit ist, bei einem solchen Großprojekt eine aktive Rolle zu übernehmen. Am 4. Juni 2026 müssen alle Bewerber die geforderten Unterlagen beim DOSB eingereicht haben. Am 26. September findet dann die außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB statt. An diesem Tag wird dann entschieden, welche Bewerberregion den Entscheid gewonnen hat.

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Nächste Meilensteine

  • 19. April Referendum NRW & Kiel
  • 31. Mai Referendum Hamburg
  • Bis zum 4. Juni müssen die finalen Konzepte eingereicht werden
  • Juni/Juli werden die Bewerbungskonzepte durch den DOSB unter Einbindung der olympischen Spitzenverbände und Arbeitsgruppen evaluiert
  • August/September Evaluierungskommission überprüft die Konzepte
  • 26. September Außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB in Baden Baden