„Der organisierte Sport in Sachsen befindet sich weiterhin auf einem beeindruckenden Wachstumskurs“, berichtete Pfeil den rund 80 anwesenden Delegierten der Landesfachverbände sowie der Kreis- und Stadtsportbünde. Die diesjährige Bestandserhebung hatte dem organisierten Sport in Sachsen zum mittlerweile vierten Mal in Folge einen Mitgliederrekord bescheinigt: Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die sächsischen Vereine einen Zuwachs von mehr als 23.000 auf insgesamt 749.547 Personen. Damit ist inzwischen nahezu jeder fünfte Mensch in Sachsen im Vereinssport aktiv.
Gleichzeitig mache dieser Mitgliederrekord deutlich, welchen Aufgaben dem organisierten Sport bevorstehen, so Pfeil: „Das Jahr 2025 war für den organisierten Sport in Sachsen kein Routinejahr, sondern der Beginn eines Stresstests – für unsere Strukturen, unser politisches Gewicht und unser Selbstverständnis als organisierter Sport im Freistaat Sachsen. Es fehlen Sportstätten und dazugehörige Kapazitäten, auch der Bedarf an ehrenamtlichem Engagement will gedeckt werden. Umso mehr gebührt unsere Anerkennung all jenen, die die Erfolge des organisierten Sports überhaupt erst möglich machen. Das unermüdliche Engagement der Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden bildet das Fundament dieser Erfolgsgeschichte und unterstreicht die große gesellschaftliche Bedeutung unseres Sports in Sachsen. Danke!“
Der LSB-Präsident blickte in seinem Bericht außerdem auf die Verbandsarbeit des vergangenen Jahres zurück, in den Bereichen Bildung, Breiten- und Leistungssport, der Sportjugend, dem neu gegründeten Fachbereich „Sport und Gesellschaft“ sowie der Organisationsentwicklung.
Des Weiteren wurden die Teilnehmenden des Hauptausschusses über den aktuellen Stand in der Umsetzung des Safe Sport Codes informiert. Sachsen ist bundesweit der erste Landessportbund, der dieses Musterregelwerk verbindlich für den eigenen Verantwortungsbereich beschlossen hat. LSB-Hauptgeschäftsführer Christian Dahms berichtete über den Stand der Umsetzung und betonte: „Damit senden wir ein klares Zeichen: Wir wollen nicht nur einen starken, sondern auch einen sicheren Sport haben.“ Für die LSB-Mitgliedsorganisationen steht 2026 der Start eines Evaluierungsprozesses vor. Bis 2032 soll der Code gemeinsam umgesetzt werden.
Ein weiterer thematischer Schwerpunkt war der LSB-Strategieprozess. LSB-Geschäftsführer Steffen Richter stellte konkrete Arbeitsschwerpunkte für 2026/27 vor, die nun priorisiert und parallel zum Tagesgeschäft bearbeitet werden. Diese leiten sich aus den Ideen und Anregungen der Mitgliedsorganisationen ab, die sich im vergangenen Jahr an dem partizipativen Prozess beteiligt hatten.
Eines der in diesem Kontext identifizierten Ziele ist die Überarbeitung der LSB-Webseite. Die Delegierten stimmen in diesem Zuge der Auflösung einer Investitionsrücklage „Software“ zur Erneuerung der Webseite zu.
Der Hauptausschuss genehmigte zudem einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 und gewährte dem LSB-Präsidium für diesen Zeitraum Entlastung. Der Etat für 2026 wurde ebenfalls ohne Gegenstimmen bestätigt.
Stellvertretend für alle im sächsischen Sport engagierten Ehrenamtlichen zeichneten der zum Hauptausschuss anwesende sächsische Sportminister Armin Schuster gemeinsam mit LSB-Präsident Pfeil Arend Riegel aus. Er ist seit 2015 Präsident des Sächsischen Kanu-Verbandes und fungierte darüber hinaus über mehr als zwei Jahrzehnte als Vereinsvorsitzender, sowie parallel dazu zehn Jahre lang als Hauptschiedsrichter im Deutschen Verband. Für seinen langjährigen Einsatz erhielt Riegel die Ehrennadel des LSB in Gold.
