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Vollversammlung LSB-Jugendorganisation

Sportjugendtag fokussiert Bewegung in Kita, Grundschule und Hort

zoom Die Sportjugend Sachsen (SJS) hat sich zu ihrer Vollversammlung am 18. April 2026 in Chemnitz mit dem Thema „Bewegung in Kita, Grundschule und Hort“ intensiv auseinandergesetzt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Kids fit von Anfang an!"

20.04.2026

Paul Werner und Tim Döke, die gemeinsam an der Spitze der Jugendorganisation des Landessportbundes Sachsen (LSB) stehen, zeigen sich zufrieden mit der Veranstaltung, die im Haus des Gastes beim Chemnitzer Athletenclub stattfand. „Das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit und durch Sport und Bewegung ist uns ein wichtiges Anliegen. Daher haben wir uns in diesem Jahr mit der frühkindlichen Bewegungsförderung auseinandergesetzt und insbesondere die Chancen und Herausforderungen in den Settings von Kindertagesstätten, Grundschulen und Horten näher beleuchtet. Gerade das Zusammenspiel aller Partner mit den Sportvereinen ist ein zentrales Anliegen, welches wir in den kommenden Jahren fokussieren wollen. Es gilt: Kein Nebeneinander, sondern ein Miteinander. Das motorische Entwicklungsniveau unserer Kinder zeigt uns immer eindringlicher, wie bedeutsam Bewegung, Spiel und Sport in diesem frühkindlichen Entwicklungsstadium für die Gesundheit sind. Daher war und ist es sehr wertvoll, in den gemeinsamen Austausch mit unseren Strukturen und Engagierten im Sport zu gehen, um gemeinsame Anknüpfungspunkte zu eruieren und zu diskutieren, wie wir Bewegung in den Lebenswelten unserer Kinder deutlich stärken können. Denn wir stehen für ein bewegtes und nachhaltiges Leben junger Menschen und werden uns weiterhin konsequent dafür einsetzen“, erläutert Werner.

Der Einladung zur Veranstaltung folgten nicht nur mehr als 75 Delegierte aus den Mitgliedsorganisationen der SJS, sondern auch zahlreiche Ehrengäste wie LSB-Präsident Dr. Frank Pfeil, LSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Almut Krapf, Sportpolitiker Valentin Lippmann (MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Sportbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (Stadt Chemnitz) sowie Jens Köhler als Präsident des Stadtsportbundes Chemnitz.

Inhaltliche Impulse im Sinne von Good-Practice-Beispielen im Themenfeld gestalteten an diesem Tage Robin Lungwitz von den NINERS Chemnitz, Stefanie Enzmann vom Chemnitzer Eislauf-Club sowie Lars Bauer vom Kreissportbund Bautzen. In der sich anschließenden Fishbowl-Diskussion zum Veranstaltungsmotto „Kids fit von Anfang an! Oder wird aus der Balance in der Bewegung mittlerweile ein Drahtseilakt mit Folgen?!“wurde sehr lebhaft und vielschichtig zur aktuellen Situation im Zuge frühkindlicher Bewegungsförderung diskutiert. Das Format ermöglichte zugleich eine Beteiligung der anwesenden Delegierten, selbst Teil der Diskussionsrunde zu werden und ergänzende Aspekte anzusprechen. So wurden unter anderem verschiedene, wichtige Anknüpfungspunkte in den Fokus gerückt wie die Rolle der Eltern, die Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans, die Ausgestaltung von Kooperationen mit Sportvereinen, einfache Impulse für mehr Bewegung im Rahmen von Schulunterricht, die Qualifizierung von Fachkräften, kommunale Stadtentwicklung im Sinne von Sportraum- und Bewegungsflächen, die schwindende Unterstützung für leistungsorientierten (Vereins-)Sport bei Eltern sowie deren zunehmende Erwartungshaltung gegenüber Sportvereinen im Sinne eines Dienstleistungscharakters. Klar geworden ist, Veränderungen sind möglich und auch dringend nötig. Aber das Bewusstsein für die Bedeutung von Sport und Bewegung muss bei allen beteiligten Akteuren und Institutionen bestehen. Dort gibt es noch Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Aufgaben und Anforderungen, die an ehrenamtlich geführte Sportvereine zunehmend gestellt werden, weiterhin zunehmen.

Im Rahmen des Sportjugendtages wurden auch wieder Auszeichnungen und Ehrungen durchgeführt. Franziska Andreis von der Judo-Jugend Sachsen wurde für Ihr langjähriges Engagement im Kinder- und Jugendbereich mit der SJS-Engagementgabe in Gold ausgezeichnet. Die Übungsleiterin und Kampfrichterin der HSG Mittweida hatte bis zum Jahr 2026 zuletzt die Geschicke der Jugendorganisation des Judo-Verbandes Sachsen geleitet und gestaltet. Überrascht wurde zudem SJS-Vorstandsmitglied André Zschocke mit der zweithöchsten Ehrung der Deutschen Sportjugend – der Ehrengabe. Er wurde für seine zahlreichen Verdienste um den Jugendsport in Sachsen und Deutschland geehrt. Zschocke engagiert sich im eigenen Heimatverein SG Hohndorf im Sinne der Jugendarbeit und ist seit 2009 durchweg Vorstandsmitglied der SJS, war dabei über 10 Jahre lang stellv. Vorsitzender der SJS und gestaltet weiterhin die Kinder- und Jugendarbeit im Sport mit. Seit 2022 ist er zudem Mitglied des Rechtsausschusses des LSB, setzt sich für gesellschaftspolitische Themenfelder mit seiner Expertise aktiv ein. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“ und „Vielen Dank für das wertvolle Engagement im Sport“.

Im abschließend parlamentarischen Teil der Vollversammlung standen die Genehmigung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2025, die Entlastung des SJS-Vorstands für diesen Zeitraum sowie die Beschlussfassung zum Haushalt für 2026 im Fokus. Alle Beschlüsse konnten einstimmig gefasst werden.

Zum Ausklang des Veranstaltungstages bot die SJS zwei kleine Austauschrunden an, um einerseits die Eindrücke des Tages zu reflektieren und die wichtigsten Aspekte für eine Stärkung von Bewegung für Kinder und Jugendliche nochmals festzuhalten. Und andererseits bot die zweite Austauschrunde eine gute Möglichkeit mit jungen Engagierten unter 27 Jahren zum Thema ins Gespräch zu kommen.

Der Sportjugendtag ist das höchste Gremium der SJS. Er umfasst Delegierte aus allen 13 Kreis- und Stadtsportjugenden, den 56 Fachverbandsjugenden sowie die Mitglieder des Sportjugendvorstandes und Vertreter*innen des SJS-Juniorteams.