Engagementförderung
Rückblick auf das Deutsch-Olympische Jugendlager in Mailand/Cortina

03.03.2026
Neben Viktoria Ziegler waren noch zwei weitere sächsische Vertreterinnen beim Deutsch-Olympischen Jugendlager in Mailand/Cortina dabei. Zum einen war dies Hannah Matthes vom Triathlon Verein Dresden als Teilnehmerin, zum anderen war Karolin Huse von der Sportjugend Chemnitz Teil des 10-köpfigen Leitungsteams. Viktoria Ziegler gibt uns Einblicke, wie sie das DOJL wahrgenommen hat und warum internationale Jugendarbeit im Sport auch immer ein Motivationsboost für ehrenamtliches Engagement ist.
"Das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina 2026 war für mich eine außergewöhnliche Erfahrung, die Sport, internationale Jugendarbeit und persönliche Entwicklung auf besondere Weise miteinander verbunden hat. Vom 4. bis 19. Februar durfte ich mit 39 Jugendlichen aus ganz Deutschland zwei intensive Wochen in Mailand sowie in Südtirol rund um Cortina erleben – geprägt von Workshops, interkulturellem Austausch und insgesamt sechs Wettkampfbesuchen.
In der ersten Woche in Mailand lag der Schwerpunkt vor allem auf Workshops, Begegnungen und internationaler Jugendarbeit. In verschiedenen Einheiten setzten wir uns mit Themen wie Ehrenamt und Jugendbeteiligung auseinander. Besonders spannend war dabei der Austausch mit Christian vom IOC, der uns exklusive Einblicke in die Arbeit des Internationalen Olympischen Komitees gab und unsere zahlreichen Fragen offen beantwortete. Auch das Treffen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender war ein besonderes Erlebnis.
Ein zentraler Bestandteil dieser Woche war der interkulturelle Austausch: Gespräche mit italienischen Jugendlichen, Volunteers sowie Fans aus vielen Nationen machten die internationale Dimension des Jugendlagers greifbar. Dabei entstanden spannende Diskussionen und neue Freundschaften. Ergänzt wurde die Zeit in Mailand durch zwei Wettkampfbesuche, bei denen wir echte olympische Atmosphäre erleben durften.
In der zweiten Woche waren wir in Brixen untergebracht und besuchten von dort aus die Wettkämpfe in Cortina und Umgebung. Hier verlagerte sich der Fokus noch stärker auf den Sport: Bei insgesamt vier Wettkämpfen konnten wir das olympische Feeling in seiner ganzen Intensität spüren. Mein persönliches Highlight war die Siegerehrung im Zweierbob der Herren, bei der wir plötzlich in der ersten Reihe standen – ein absoluter Gänsehautmoment.
Ein weiteres besonderes Erlebnis war der Besuch der Adi-Hütte. Dort tauschten wir uns ausführlich mit den Olympiasiegerinnen Miriam Welte und Lena Schöneborn aus. Die Gespräche über ihre sportlichen Karrieren, persönliche Herausforderungen und den Einkleidungsprozess bei Adidas waren extrem inspirierend und beeindruckend.
Auch in der zweiten Woche spielten Workshops eine wichtige Rolle, vor allem zu den Themen Olympische Spiele in Deutschland, mentale Gesundheit aber auch persönliche Entwicklung. Gleichzeitig hatten wir zahlreiche Begegnungen mit Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Sportarten, die ihre Erfahrungen mit uns teilten und sich offen auf Gespräche einließen. Dieser direkte Austausch machte die olympische Welt besonders nahbar.
Abgerundet wurde die Woche durch gemeinsame Aktivitäten wie eine Wanderung in der winterlichen Berglandschaft sowie das gemeinsame Eislaufen am letzten Tag, das für einen emotionalen Abschluss sorgte. In dieser intensiven Zeit wuchs unsere Gruppe eng zusammen, es entstanden viele Freundschaften und unzählige gemeinsame Erinnerungen.
Rückblickend war das Deutsche Olympische Jugendlager für mich weit mehr als eine Reise zu den Olympischen Spielen. Es war eine prägende Erfahrung internationaler Jugendarbeit, voller Begegnungen, Emotionen und Inspiration, die meinen Blick auf Sport, Gemeinschaft und Engagement nachhaltig erweitert hat."
DOJL-Teilnehmerin Viktoria Ziegler


