Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch
Japanische Gäste bei der Skizunft Dresden

11.08.2026
Die Gruppenleiterin des Regionalvereins, Saskia Fröhlich, zeigt sich begeistert und berichtet vom diesjährigen Regionalprogramm des Vereins:
„Fünf heiße Tage im August und 16 junge Menschen aus Japan und Deutschland – so in etwa starteten wir in den Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausch 2026 auf unserer Vereinshütte in Zinnwald. Zur Begrüßung gab es ein liebevoll vorbereitetes Grillbuffet, welches nach der langen Staufahrt mit einem gefräßigen Schweigen begann und in einem traditionellen japanischen Fischertanz endete – mit deutschem Anteil, versteht sich.
Die Wochenendtage verbrachten wir dann, aufgrund des typischen Zinnwaldwetters – auch das durfte natürlich nicht fehlen – im Leistungszentrum in Altenberg, wo wir erstmal im Biathlon an den Start gingen. Nach dem Mittagessen und regen Diskussionen über das deutsche Sportsystem ging es zum Rodeln in das Alte Leistungszentrum, wo einige Arme nicht ohne Schürfwunden blieben, aber die Geschwindigkeiten mit jeder Runde stiegen – Startbestzeit mit 2,83s im Anschub, lässt sich sehen.
Den späten Abend verbrachten wir mit der Gestaltung kreativer Namens-T-Shirts und den kulinarischen Kochbeiträgen: japanischer Rinderfleischeintopf, süße Reisbällchen und Chemie-Baukasten-Joghurt sowie deutsches Sauerkraut mit Kartoffelpüree und Leberkäse sowie Roter Grütze mit Vanillesoße – ein Gaumenschmaus über zwei Stunden. Schon hier zeigten sich erste Insider-Sprachwitze in unserer Gruppe. Der absolute Hit: „Sho-Go, Sho-Stop!“
Nach einer kurzen Nacht bekamen wir am Sonntagmorgen Besuch von der Sportjugend Sachsen (SJS) aus Leipzig. Die Simultanaustausch-Beauftragte Julia Schmidt, SJS-Vorstandsmitglied Lennart Franke und die ehemalige Teilnehmende des Austauschs Lucy Roth gestalteten gemeinsam den Begegnungstag. Nach einer lustigen, bewegten Sprachanimation stellten sie uns das deutsche und vor allem sächsische Sportsystem vor. Im Anschluss spielten wir nochmal eine Runde Biathlon.
Auch der Montag begann wieder sportlich und wir hatten eine Audienz beim Sportbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Jan Donhauser. Unsere japanischen Gäste stellten die richtigen Fragen, wie echte Journalisten – und sorgten dabei für das eine oder andere Schmunzeln. So in etwa: 'An welchen Werten machen Sie fest, dass Sie Ihre Ziele für den Dresdner Sport in 2030 erreicht haben?' Wenn man schon einmal in der Landeshauptstadt ist, dann steht Sightseeing mit einer Fotochallenge auf dem Programm. In der Alten Mensa der TU Dresden noch schnell Mittagessen und dann ab zum Shopping hieß es für uns ab 13.30 Uhr. Aus einem schnellen Shopping entstanden 30 Minuten im DM und knapp eine Stunde im Asia-Shop, wo wir einige Spezialzutaten für unsere Sayonara-Feier einkauften.
Der ursprünglich geplante Familienabend wurde zu einer gemeinsamen Spontanaktion abgewandelt, die mit einem wunderschönen Blick von der Bastei aus in die Sächsische Schweiz inklusive Sonnenuntergang belohnt wurde. Nach einem langen Abend und einer kurzen Nacht trafen wir uns an unserem letzten Tag des Regionalprogramms in der Grundschule Rosa Menzer und ließen uns von den Grundschülern ihre Schule zeigen. Natürlich durfte auch hier die Sporthalle und typische deutsche/japanische Spiele nicht fehlen. Anschließend besuchte die deutsch-japanische Gruppe die Gedenkstätte Pirna Sonnenstein, wo auch einige unserer jüngsten Teilnehmenden auf ihre Informations- und Gedankenkosten kamen. So wurden die Minuten bis zur Schließung der Gedenkstätte mit einer erneuten Besichtigung des Kellers vollständig genutzt. Den Tagesabschluss bildete dann die große Sayonara-Party. Der Vorstand und die Gastfamilieneltern legten sich mächtig ins Zeug und organisierten im Bootshaus des Wiking Scheifsterns einen wunderschönen Abend, wo unsere japanischen Gäste uns die Kunst des Sushi-Machens zeigten und leckere Miso-Suppe brühten. Bei der offiziellen Verabschiedung wurden dann schon einige Augen etwas wässrig, was jedoch niemanden vom gemeinsamen Basketballspielen und weiteren internationalen Austausch abhielt.
Am Mittwoch gegen 10 Uhr wurde es dann doch nochmal emotional und vor allem Shu ‚schwitzte‘ ab und zu mal in den Augen. Nach einer baustellenreichen Fahrt nach Leipzig und einem Abschlussessen beim guten Old Mac Donalds rollten wieder Tränen und die letzten Fotos wurden noch geschossen, bevor die Gruppe an die Landessportjugend Sachsen-Anhalt übergeben wurde.
An dieser Stelle kann und möchte ich mich bei allen lieben Helfern bedanken, die es uns ermöglicht haben, diesen Austausch in einer so schönen Erinnerung zu behalten! Vielen Dank zuallererst an die Gastfamilien – für eure Spontanität und Wuseln im Hintergrund, ohne euch hätte hier gar nichts funktioniert. Vielen Dank an unseren Vorstand für die organisatorische Unterstützung und dem Wissen, dass ihr bei Fragen und Problemen jeglicher Art zur Seite steht. Vielen Dank an Axel für die Unterstützung und deine Ruhe am Wochenende und in der Woche neben der Arbeit. Danke an Bärbel für die Organisation der Sayonara-Lokation. Natürlich geht auch ein großer Dank an unsere Vereinsjugend, Teilnehmenden als auch unsere Tagesgäste. Ihr seid offen in den Austausch reingegangen und habt euch trotz Sprachbarrieren und kleiner kultureller Unterschiede einer neuen Herausforderung gestellt und diese mit viel Herzensblut und Energie gemeistert. Danke Euch!
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) fördert über die Deutsche Sportjugend (dsj) dieses Austauschprogramm aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP)."
Saskia Fröhlich, Skizunft Dresden e.V.


