Größte Bürgerorganisation Sachsens

Seit seiner Gründung am 29. September 1990 in Dresden hat der Landessportbund Sachsen eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Mehr als 650.000 Mitglieder (1.1.2017: 656.577) gehen in 4.462 Sportvereinen regelmäßig sportlicher Betätigung nach. Damit hat der Landessportbund Sachsen seine Position als größte Bürgerorganisation des Landes weiter ausgebaut.

Der sächsische Sport lebt dabei von einer beeindruckenden Sportarten-Vielfalt, sowohl in den Sommer- als auch den Wintersportdisziplinen. Mehr als 100 Sportarten und Disziplinen werden in den Vereinen Sachsens betrieben, die Palette reicht von A wie Aerobic bis Z wie Zehnkampf.

Dienstleister für die Mitglieder

Übergreifende Aufgabe des Landessportbundes Sachsen ist die Interessenvertretung des organisierten Sports gegenüber der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber Staat und Kommunen. Darüber hinaus ist der LSB vor allem Dienstleister für seine Mitglieder und sorgt für eine koordinierte Sportentwicklung im Land. 

Information und Beratung

Die Anforderungen an die meist ehrenamtlich organisierten Sportvereine gehen mittlerweile weit über die eigentliche Organisation des Sport- und Wettkampfbetriebs hinaus. Darum gibt der LSB seinen Vereinen hier Hilfestellung vor allem auf dem Gebiet des Arbeits-, Finanz- und Steuerrechts und klärt über die Möglichkeiten finanzieller Förderung auf. 

Gruppenverträge

Der Landessportbund Sachsen hat aufgrund seiner Größe die Möglichkeit, Sonderkonditionen durch Gruppenverträge mit Unternehmen für seine Mitglieder zu vereinbaren, die diese in Einzelverhandlungen nicht erzielen könnten. Der wohl wichtigste Vertrag besteht dabei mit dem ARAG-Konzern in der Sportversicherung. Auch ehrenamtliche Funktionäre und Übungsleiter können ihre Vereinstätigkeit absichern lassen, dafür bestehen Vereinbarungen mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. Weitere Vergünstigungen erhalten die Mitgliedsorganisationen bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA).

Sportförderung

Der Landessportbund Sachsen ist durch den Freistaat Sachsen legitimiert und beauftragt, die für die Förderung des Sports zur Verfügung stehenden öffentlichen Gelder aus Landesmitteln effizient einzusetzen. Die Zuweisung der Gelder an den LSB erfolgt durch einen mit dem Sächsischen Staatsministerium des Innern (SMI) geschlossenen Zuwendungsvertrag. 

Aus- und Fortbildung

Die Qualität der Vereinsangebote und damit auch die Möglichkeit, Mitglieder an den Sportverein zu binden, ist wesentlich vom Wissensstand und Ausbildungsgrad der meist ehrenamtlich tätigen Trainer und Übungsleiter, aber auch Vereinsvorstände abhängig. Die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Funktionären und Übungsleitern zählt daher zu den wichtigsten Aufgaben des LSB. Jährlich wird in über 200 Kursen theoretisches und praktisches Wissen vermittelt, Vereinsmitglieder werden zu Übungsleitern mit verschiedenen Vertiefungsrichtungen oder Vereinsmanagern ausgebildet. 

Sportstättenbau und -sanierung

Qualität und Zustand der Sportstätten eines Vereins sind einerseits Grundvoraussetzung für die Sicherung und den Ausbau des Mitgliederbestandes und andererseits Bedingung für die erfolgreiche Entwicklung von Talenten und deren leistungssportliche Ausbildung. Der LSB schenkt aus diesem Grund auch diesem Bereich große Aufmerksamkeit. Vereine und Kommunen werden bei der Vorbereitung, Konzeption und Planung von Bauleistungen an Sportstätten beraten. Auch in der Durchführungsphase und bei der Abrechnung von Projekten wird Unterstützung gewährt. Die Entwicklung von Betreiberkonzepten zählt ebenso zu den Aufgaben. 

Ehrenamt ist Basis des Erfolgs

Basis der erfolgreichen Arbeit des Landessportbundes Sachsen ist das Ehrenamt. Etwa jedes sechste Mitglied übernimmt ehrenamtlich Verantwortung im Verein - als Übungsleiter, Kampf- und Schiedsrichter, Jugendwart, Schatzmeister oder Vorsitzender. 

Die laut aktuellem Sportentwicklungsbericht rund 100.000 Ehrenamtlichen im sächsischen Sport leisten pro Jahr insgesamt etwa 15 Millionen Stunden unentgeltlicher Arbeit. Bei einem angenommenen Stundensatz von 15 Euro entspricht das einem Wert von rund 225 Millionen Euro. Mehr als 30.000 ehrenamtliche Übungsleiter sorgen tagtäglich, auch am Wochenende, für einen geregelten Trainings- und Wettkampfbetrieb.