Zutaten (für etwa 6 Stück):

  • 100g Datteln, getrocknet, entsteint
  • 1 EL Honig 50-100g Nüsse (bspw. Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse)
  • 2 EL Instant-Haferflocken oder Haferflocken blütenzart
  • 1-2 TL Chiasamen oder geschrotete Leinsamen
  • 1 Prise Zimt optional noch 1 EL Nuss- oder Sesammus

Gesamtenergie: 170,1 kcal,  Eiweiß: 3,0 g,  Kohlenhydrate: 16,7 g,  Fett: 9,6 g
(Angaben 1 Portion)

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Messbecher (oder Moulinette) geben und pürieren. Der klebrige Teig wird dann als Platte (0,5 cm dick) auf ein Backpapier gestrichen und mindestens 10 Minuten im Kühlschrank gekühlt, bevor daraus etwa sechs Riegel geschnitten werden können. Wem die Masse dennoch zu klebrig ist: man kann sie wie eine Fruchtschnitte portionsweise zwischen zwei Oblaten legen oder mit etwas Hafermehl bestreuen. Die Riegel sind im Kühlschrank etwa eine Woche lagerfähig und können als idealer Energiespender vor, während oder nach dem Training verzehrt werden. Bei größeren Mengen einfach einfrieren.

Geeignet als: Snack vor, während und nach dem Training, auch an Turniertagen

Nutzen für den Sportler

Gesundheit ist in allen Regionen, Religionen und gesellschaftlichen Schichten eines der höchsten Güter des Menschen. Seit Beginn der medizinischen Aufzeichnungen sind Maßnahmen und Anwendungen zum Erhalt oder zur Verbesserung des Gesundheitszustandes bekannt. Bereits zwischen 600 bis 400 v. Chr. entwickelte sich die Diätetik als Ernährungslehre, welche davon ausging, dass die Ernährung des Menschen direkten Einfluss auf seine Gesundheit nehme und entweder korrigierend oder präventiv eingesetzt werden könne [1]. Jedoch sahen bereits die Vorsokratiker durch ihre Beobachtungen der Naturgesetze, dass ein gesunder Körper als Ergebnis des gesamten Lebensstils zu betrachten ist und dieser Zustand bei Krankheit ganzheitlich Betrachtung finden muss [1]. Und genau dieses antike Bild von Gesundheit, Fitness und Ernährung besteht bis heute in Teilen fort, ohne an Bedeutung verloren zu haben [1].

Dennoch zeigen Zahlen, wie die des neuen Datenreport 2016, dass bspw. im Jahr 2013 etwa 52 % der Erwachsenen in Deutschland übergewichtig waren. Vor allem betroffen sind Männer mit 62 % (Übergewicht) und 17 % (Adipositas), im Gegensatz zu Frauen mit 43 % (Übergewicht) und 14 % (Adipositas) [2]. Trotz der hohen und steigenden Adipositas-Prävalenz lässt das adäquate Therapieangebot in Deutschland sehr zu wünschen übrig. Evidence-basierte Therapiemaßnahmen existieren (bspw. konservative Triade aus Ernährung, Bewegung und Verhaltenstraining) zwar, da die Adipositas jedoch nicht als chronische Erkrankung anerkannt wird, müssen die Krankenkassen die notwendigen Behandlungen nicht verpflichtend übernehmen. Als Folge daraus entsteht eine Situation, in der Menschen mit Adipositas entweder gar nicht therapiert werden oder vor hohen Hürden für eine angemessene Behandlung stehen. Sie fühlen sich dadurch im Stich gelassen, werden stigmatisiert und diskriminiert [3].

Selbst der Weg zur Fach- oder Hausärztin, welche oft als erste Ansprechpartner bei krankheitsbedingten Lebensstilveränderungen fungieren und weitere Fachdisziplinen hinzuziehen sollen, resultiert oft in der Aussage, derjenige sei doch selbst schuld an seinem Aussehen. So wird die chronische und multifaktorielle Erkrankung Adipositas selbst von professionellen Akteuren vieler Gesundheitsfachberufe zum reinen Lifestyle-Problem degradiert. Dies hat jedoch verständlicherweise schwerwiegende Folgen für deren Lebensqualität, Wohlbefinden, sowie soziale Kontakte und damit auch auf die Gewichtsentwicklung. Die resultierenden Schamgefühle führen dazu, dass die Betroffenen meist erst sehr spät oder gar nicht professionelle Hilfe aufsuchen, so dass sich ihr Körpergewicht durch zahlreiche Selbst-Therapie-Versuche steigert [4; 5; 6].

Es ist jedoch mittlerweile bekannt, dass starkes Übergewicht bis zu 40-60 % genetisch bedingt sein kann [7]. Es genügt also keinesfalls, „nur“ einen Ernährungs- oder Sportkurs zu besuchen, um dem Gewicht kurzfristig zu Leibe zu rücken. Alle Maßnahmen müssen weg von der reinen Symptombehandlung, hin zu einer ursächlichen Therapie. Ansonsten kann die Behandlung ohne Berücksichtigung der komplexen Ursachen auf lange Sicht keine nachhaltige Gewichtsstabilisierung erreichen [8; 9; 10]. Jeder Betroffene ist dabei sehr individuell und aufgrund der Chronizität der Erkrankung ein Leben lang zu behandeln [11]. Die aktuellen medizinschen Leitlinien stellen die konservative Therapie als Kombination von Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie als Goldstandard derzeitiger Behandlungsmethoden dar. Diese zweiphasige Behandlung soll zunächst eine Gewichtsabnahme mit anschließender Gewichtsstabilisierung erreichen [9; 12; 13]. Dabei sollte nicht die größtmögliche Gewichtsreduktion als erstes Therapieziel zu sehen sein, sondern vielmehr bspw. die Verbesserung der Lebensqualität, Verminderung der Arbeitsunfähigkeit, sowie vorzeitiger Mortalität und ein allgemein verbessertes Gesundheitsverhalten [12; 14].

Das Health Technology Assessment „Wirksamkeiten von Diäten zur nachhaltigen Gewichtsreduktion bei Übergewicht und Adipositas“ des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zeigt, dass keine der derzeitigen Diät-Strategien (wie bspw. kalorienreduziert, Mischkost, proteinreich, kohlenhydratarm oder fettreduziert) in ihren Wirkungen besser oder schlechter seien. Wichtig ist vor allem, dass das Essen weiterhin schmeckt, satt macht, keinen Verzicht beinhaltet und das neue Essverhalten im Alltag leicht umzusetzen ist [14]. Jede Mahlzeit sollte dabei mit so wenig Ablenkungen wie möglich eingenommen werden. Dazu viel Zeit einplanen und ordentlich kauen. Dies kann bereits eine deutliche Reduktion in den verzehrten Mengen erreichen.

Bewegung und sportliche Aktivitäten sollen neben der Ernährung einen zusätzlichen Energieverbrauch herbeiführen und positiv auf die Risikoparameter wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen wirken. Bereits durch moderate Belastungen – wie bspw. ≥ 150 Minuten zügiges Gehen pro Woche – sind erhebliche Gesundheitseffekte und eine erhöhte Lebenserwartung zu verzeichnen, auch wenn das Körpergewicht stabil bleibt [15]. Daher sind Bewegungsangebote stets wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Lebensstilveränderung und eine Vielzahl klinischer Studien konnten die positiven Effekte bereits untermauern [13; 14]. Je häufiger und länger dabei eine Ausdauerbelastung vollzogen wird, desto deutlicher ist bspw. eine Senkung insbesondere des gesundheitsgefährdenden viszeralen Körperfetts zu erreichen [16]. Eine Belastungszeit von mehr als 155-180 Minuten in der Woche kann dabei bessere Gewichtsreduktionsergebnisse erzielen, als nur 120-150 Minuten körperliche Belastung pro Woche [17]. Dabei scheint die Kombination von Ernährungs- und Bewegungstherapie im Vergleich zur alleinigen Bewegungstherapie bei der Gewichtsreduktion am erfolgreichsten zu sein [18; 19]. Vor allem für die gewünschte Gewichtsstabilisierung nach erfolgreicher Gewichtsreduktion ist Sport und Bewegung von großer Bedeutung. Bewegung und ein aktiver Lebensstil müssen am Ende zu einem gewohnten Alltag der Betroffenen dazu gehören [12; 20; 21; 22].

Insgesamt betrachtet, ist die Erfolgsrate heutiger Gewichtsreduktionsprogramme noch sehr ernüchternd. Die Teilnehmer nehmen im Zweijahres-Verlauf nur etwa 2-4 kg ihrer Körpermasse ab. Daher ist es für den Erfolg einer Lebensstiländerung immens wichtig, diese nicht zeitlich befristet zu sehen, sondern vielmehr eine jahrelange individuelle Betreuung durch verschiedene Fachkräfte zu gewährleisten, wie sie auch im Sportverein zu finden sind [23]. Zudem sollten nur kleinschrittige Veränderungen der Gewohnheiten Einzug in den eignen Tagesablauf finden und diese für mindestens drei Monate umgesetzt werden. Dadurch können neue Gewohnheiten geschaffen und auch langfristig Umsetzung finden.

Unser Autor René Dolge ist staatlich anerkannter Diätassistent, trägt den Titel „M.Sc.Gesundheits- und Pflegewissenschaft" und arbeitet freiberuflich in der Diät- und Ernährungstherapie. Im Sachsensport und auf den Seiten des Landessportbundes Sachsen unter www.sport-fuer-sachsen.de stellt er monatlich neue praktische Beispiele für sportgerechte Ernährung vor.

Literatur:

[1] Steger, F. (2011). GTE Medizin. S. 20ff. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG [2] Statistisches Bundesamt (Destatis) und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) (Hrsg.) (2016). Datenreport 2016. Ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. [3] Holzapfel, C., Plachta-Danielzik, S., Hilbert, A., Wabitsch, M., Müller, M.J. & Hauner, H. (2014). Therapie der Adipositas in Deutschland. Möglichkeiten und Grenzen von der Diagnostik bis zur Kostenübernahme. Adipositas, 2014; 8, 119–125. [4] Klein, S., Krupka, S., Behrendt, S., Pulst, A. & Bleß, H.-H. (2016). Weißbuch Adipositas - Versorgungssituation in Deutschland. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Berlin, 2016 [5] Puhl, R. M., Andreyeva, T. & Brownell, K .D. (2008). Perceptions of weight discrimination: prevalence and comparison to race and gender discrimination in America. International Journal of Obesity, 32/6, S. 1-9. 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The complex interaction of causing and resulting factors of overweight/obesity. Increasing the understanding of the problem and deducing requirements for prevention strategies. Ernaehrungs Umschau international, 60/1, S. 2–7. [11] Meißner, T. (2012). Adipositas: Parallelen zu Suchtkrankheiten. Verfügbar unter http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/adipositas/default.aspx?sid=810273&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-O-_-20120414-_-Adipositas [Stand 30.12.13]. [12] Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG), Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) (2014). Evidenzbasierte Leitinie. Prävention und Therapie der Adipositas. 2. Aufl., Abgerufen am 15.09.16 von http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/088-001l_S3_Chirurgie_der_Adipositas_2010-abgelaufen.pdf [13] Jensen et al. (2013). AHA/ACC/TOS Guideline for the Management of Overweight and Obesity in Adults. Abgerufen am 05.11.16 von http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/oby.20660/pdf [14] Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI ) (Hrsg.) (2013). HTA-Bericht 127. Wirksamkeit von Diäten zur nachhaltigen Gewichtsreduktion bei Übergewicht und Adipositas. Köln: DIMDI. [15] Moore, S. C., Patel, A. V., Matthews, C. E., de Gonzalez, A. B., Park, Y., Katki, H. A., Linet, M. S., Weiderpass, E., Visvanathan, K., Helzlsouer, K. J., Thun, M., Gapstur, S. M., Hartge, P. & Lee, I.-M. (2012). Leisure Time Physical Activity of Moderate to Vigorous Intensity and Mortality: A Large Pooled Cohort Analysis. PLoS Medicine, DOI: 10.1371/journal.pmed.1001335 2012; 9. [16] Ohkawara, K., Tanaka, S., Miyachi, M., Ishikawa-Takata, K. & Tabata, I. (2007). A dose–response relation between aerobic exercise and visceral fat reduction: systematic review of clinical trials. International Journal of Obesity, 31/12, S. 1786-1797. [17] Atlantis, E., Barnes, E. H. & Fiatarone Singh, M. 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