Die Vielfalt im Sporttreiben zeigt sich nicht nur bei der Fülle an Sportarten. Der Kreissportbund Bautzen möchte im Jahr 2018 vor allem die Möglichkeiten mit seinen Mitgliedsvereinen und -verbänden ausschöpfen, Sportangebote speziell für Menschen mit Behinderung, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie Migranten auszubauen. In Kooperation mit dem Sächsischen Behindertensportverband sowie mit Unterstützung durch das MIA (Mehr Inklusion für Alle) –Projektteam des Deutschen Behindertensportverbandes, wird der Kreissportbund im kommenden Jahr insbesondere in Hoyerswerda und Kamenz Teilhabemöglichkeiten für die Zielgruppen im Sport analysieren und interessierte Sportvereine zum Thema Inklusion beraten. In Folge dessen können Maßnahmen durchgeführt werden, die im Ergebnis das Sporttreiben für die Zielgruppe ermöglichen oder auch vielfältiger gestalten.

Das Modellprojekt MIA unterstützt dabei die Arbeit des Kreissportbundes und wird dabei über Aus- und Fortbildungsmaßnahmen informieren, Erfolgsmodelle aus dem Bereich Inklusion & Sport vorstellen sowie Fördermöglichkeiten für Sportvereine aufzeigen. Für die Modellregion hatten sich 40 Initiativen bzw. Institutionen deutschlandweit beworben, von denen 10 Regionen den Zuschlag erhalten haben. Auf eine Vorarbeit kann der Kreissportbund dabei schon zurückgreifen. Bereits im Mai 2017 hatte der Dachverband einen deutschlandweit einzigartigen Inklusionsleitfaden für seine Sportvereine im Landkreis Bautzen veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit dem 1. Tanzclub der Lessingstadt Kamenz sowie der Ergotherapie Schiewack, konnten praktische Erfahrungen zum Thema Inklusion an interessierte Vereine damit weitergegeben werden. Auch in Hoyerswerda greift der Verband auf ein gut funktionierendes Netzwerk zurück. Bestehende Kooperationen, z.B. mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Dr. Friedrich Wolf, sollen ausgebaut und noch stärker mit den Sportvereinen vor Ort vernetzt werden.

Näheres dazu finden alle Interessierten unter www.mehr-inklusion-fuer-alle.de.