Gewürdigt werden mit der Preisverleihung Vereine, Initiativen, Institutionen oder Einzelpersonen für ihren herausragenden Einsatz für die Gesellschaft, für Toleranz und für Demokratie. Ministerpräsident Tillich betonte bei der Preisverleihung: „Mehr als einhundert Einzelpersonen, Projekte und Initiativen sind in diesem Jahr nominiert worden. Sie stehen wie die fünf Preisträger für rund eine Million Menschen in ganz Sachsen, die sich Tag für Tag ehrenamtlich engagieren. Sie stehen damit für die große Mehrheit in unserem Land, denen das Miteinander und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft wichtig ist. Dieses bürgerschaftliche Engagement hatte und hat für unser Land einen unschätzbaren Wert. Es ist auch ein guter Grund, weiterhin sehr zuversichtlich und optimistisch zu sein.“

Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt unterstrich die Bedeutung gemeinnützigen Wirkens: „In Zeiten, in denen die Gesellschaft aus vielen Gründen vor großen Herausforderungen steht, sind alle Nominierten und insbesondere die Gewinner des Sächsischen Bürgerpreises Leuchttürme. Unübersehbar und verlässlich senden sie Signale für ein Miteinander aus, das auf Mitwirkung und Wertschätzung beruht. Es ist wichtig, diese gesellschaftlichen Impulsgeber selbst ins Licht zu rücken.“

Der Radebeuler Handballverein setzte sich in der Kategorie Engagement im Sport für Demokratie und Toleranz durch. Der Verein kooperiert mit Behindertenwerkstätten, Schüler und Erwachsene mit Handicap werden durch sportliches Training und Wettbewerbe in das Vereinsleben integriert. Die behinderten Athleten sind vollwertige Mitglieder mit allen Rechten und Pflichten. Dazu zählen Wahlrechte, Ordnungsdienste, Trainerarbeit sowie Teilnahme an Vereinsfeiern. Der Verein organisiert gemischte Turniere auf Vereinsebene, womit Berührungsängste abgebaut werden sollen.