Im Nudelcenter der Teigwaren Riesa konnten sich die Aktiven am Nachmittag einen Einblick über die Produktion der Lieblingsspeise vieler Spitzensportler verschaffen, die anschließend auch das abendliche Buffet bestimmte. Insgesamt gewannen sächsische Sportlerinnen und Sportler in den Sommermonaten dieses Jahres bei Welt- und Europameisterschaften der Erwachsenen und des Nachwuchses, im Behindertensport, bei den World Games und Deaflympics 88 Medaillen (28x Gold, 28x Silber, 32x Bronze) und erzielten weitere 155 Top-Ten-Platzierungen.

Heike Fischer-Jung: „Das leistet nur der Sport“

Die für den Leistungssport zuständige LSB-Vizepräsidentin Heike Fischer-Jung gratulierte den Aktiven und ihren Trainerinnen und Trainern zu diesen außerordentlichen Erfolgen: „Es sind diese speziellen Erfolgsmomente, die faszinieren, begeistern und anspornen. Sie spornen so viele Menschen an, sich selbst zu bewegen, sich selbst zu steigern und das Beste aus sich herauszuholen. Das leistet der Sport für die Gesellschaft und zwar nur der Sport.“

„Die Sachsen sind ein sportbegeistertes Volk. Jeder siebente Einwohner ist in Vereinen aktiv. Das ist die Wiege der Nachwuchskader. Wichtiger Teil der großen sächsischen Sportfamilie sind die Leistungssportler, die den Freistaat bei internationalen Veranstaltungen würdig vertreten“, betonte der für den Sport zuständige sächsische Innenminister Markus Ulbig.

Kanu-Verband paddelt voran

Erfolgreichster Landesverband dieses Sportsommers war erneut der Sächsische Kanu-Verband, der 22 Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften, zwölf im Spitzen- und zehn im Nachwuchsbereich, zur sächsischen Erfolgsbilanz beisteuerte. Darunter gehören allein zwei WM-Goldmedaillen Tom Liebscher (Dresden), der in Racice im Kajak-Einer über 1.000 Meter und mit dem deutschen Kajak-Vierer triumphierte. Peter Kretschmer (Leipzig) wurde mit seinem neuen Partner Yul Oeltze (Magdeburg) Welt- und Europameister im Canadier-Zweier. Außerdem ist die erste WM-Goldmedaille für Deutschland im Kunstturnen der Frauen durch Pauline Schäfer am Schwebebalken im Jahresrückblick besonders hervorzuheben.

Im Nachwuchs sticht die Leistung von Andrea Herzog hervor. Die Leipzigerin gewann im Kanu-Slalom gleich drei Goldmedaillen bei der Junioren-WM. Jacob Kurschat und Benedikt Bachmann (Dresden) paddelten im Kanu-Rennsport ebenfalls zum Juniorenweltmeistertitel. Maxi Mühlner, Julia Weise, Pauline Uhlmann (alle Leipzig) und Charley Zenner (Zwickau) wurden mit dem deutschen U17-Team Handball-Europameisterinnen.

Zwei neue Einträge im Goldenen Buch

Die Weltmeister Pauline Schäfer und Peter Kretschmer trugen sich am Abend ins „Goldene Buch des Sports“ der sächsischen Staatsregierung ein. Zudem berief die Stiftung Sporthilfe Sachsen 25 Nachwuchssportlerinnen und -sportler aus 16 Sportarten für die neue Saison 2017/18 in das Team „Talente für Olympia“. Sie erhalten eine monatliche Unterstützung für sportbezogene Aufwendungen.

Die „Talente für Olympia“ (Sommersport) der Stiftung Sporthilfe Sachsen

Max Gelhaar, Philipp Tauscher (beide Behindertensport), Artur Fischer (Fechten), Josephine Stoye (Gewichtheben), Isabell Hurst (Handball), Emil Johann Hennebach (Judo), Jakob Kurschat, Celina Sandau (beide Kanu-Rennsport), Lennard Tuchscherer (Kanu-Slalom), Tobias Radoi, Lisa Schöniger (beide Kunstturnen), Sarah Schmidt, Marvin Schulte (beide Leichtathletik), Laurin Drescher, Olivia Schoppe (beide Radrennsport), Anton Vieweg (Ringen), Katja Fuhrmann, Sophie Leupold (beide Rudern), Louis Ferdinand Dramm, Lea Marsch (beide Schwimmen), Fernando Jimenez Gonzalez (Sportschießen), Anton Brehme, Camilla Weitzel (beide Volleyball), Jesco Tillmann Helling, Karl Schöne (beide Wasserspringen).