Zutaten (8 Portionen)

  • 250 g Quark, 20 % Fett
  • 200 g Joghurt, natur
  • 200 ml Schlagsahne
  • 30 g Zucker
  • Löffelbiskuit (ca. 10-12 Stück)
  • 500 g rote Grütze

Gesamtenergie pro Portion: 232 kcal., Eiweiß: 7,0 g, Kohlenhydrate: 26,8 g, Fett: 8,7 g

Zubereitung

Quark, Joghurt und Zucker miteinander verrühren und anschließend mit geschlagener Sahne vermischen. Eine Auflaufform zunächst mit der Hälfte der Quarkcreme füllen, darauf das Löffelbiskuit eng nebeneinander legen und darauf die restliche Creme verteilen. Zum Schluss mit der roten Grütze übergießen. Anschließend für ca. 4 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Geeignet als: süße Zwischenmahlzeit, Snack nach dem Training

Nutzen für den Sportler

Auch wenn wir häufig über das hiesige Wetter schimpfen, insbesondere wenn der Sommer vorüber geht und damit die kalte und nasse Jahreszeit beginnt, ist es doch eigentlich etwas Schönes, überhaupt vier Jahreszeiten durchleben zu können. Es ist wie mit Genussmitteln: Isst oder trinkt man eine bestimmte Speise oder ein spezielles Getränk jeden Tag, immer und immer wieder, lässt der Appetit irgendwann nach oder verliert seine besondere Stellung. Es können gar Aversionen dagegen auftreten. Aber was passiert eigentlich mit dem Organismus, während dieser sich im Jahresverlauf auf die wechselnden klimatischen Bedingungen einstellt und was bedeutet dies für unsere Ernährungsweise?

Zunächst ist festzustellen, dass es eine unüberschaubar große Anzahl von Systemen im Körper gibt, welche auf unterschiedlichste Art und Weise – kurz-, mittel- und langfristig – auf äußere Bedingungen wie Temperatur, Lichtintensität u.v.m. reagieren können. Schon der Mahlzeitenrhythmus des Tages bestimmt über die Einstellung der inneren Uhr und kann diese auch fehlleiten [1]. Von der sportlichen Leistungsfähigkeit ist bspw. bekannt, dass einige Elemente der physischen Fitness (wie Kraft, Ausdauer etc.) in den einzelnen Jahreszeiten mal schwächer und mal besser ausgeprägt sein können [2]. Es ist auch bekannt, dass Menschen – je nach Geschlecht, Alter und Ethnie – zu den einzelnen Jahreszeiten Unterschiede in den präferierten Lebensmitteln aufzeigen [7].

Nimmt man zunächst den saisonalen Verlauf des regionalen Lebensmittelangebotes, so ist es ratsam diesen als roten Faden für die Auswahl der Hauptnahrungsmittel zu nutzen. Nicht nur wegen der besseren Nährstoffbilanz frischer Nahrungsmittel, sondern auch wegen der meist besseren Klimabilanz u.v.m. [3]. Dabei kommen sicher auch traditionelle Speisen zum Zuge, welche mit bestimmten Festivitäten, familiären oder religiösen Ritualen verknüpft sind und damit zu festen Zeiten im Jahr verspeist werden.

Zudem wird die Nahrungsauswahl und –zusammensetzung oft bewusst über den Jahres- und Saisonverlauf an die sportlichen Herausforderungen und Trainingsreize angepasst, bspw. zur Verminderung der Laktatbildungsrate, Fettstoffwechsel, Masseaufbau oder Gewichtsreduktion etc. Dies hängt aber weniger mit den jahreszeitlichen Veränderungen, als vielmehr mit den Anforderungen des Wettkampfkalenders und strukturiertem Trainingsaufbau zusammen.

Interessant wird es, wenn man die Ergebnisse einer Studie [4] aus einer Veröffentlichung im Jahr 2015 anschaut. Dort fanden Dopico und Kollegen heraus, dass weit über ein Viertel (> 4.000) der bekannten protein-kodierten Gene in unserem Körper durch die Jahreszeiten und der sich durch sie verändernden äußeren Bedingungen beeinflusst werden [4]. Die betroffenen Gene werden dabei unterschiedlich stark aktiviert, so dass damit bspw. die Aktivität des Immunsystems im Winter hochreguliert wird, also genau dann, wenn die Erkältungszeit Hochkonjunktur hat [4]. Es ist also denkbar, dass auch zahlreiche andere Gene unseres Stoffwechsels über den Jahresverlauf hinweg verändert werden und damit Bedarf und Verteilung der Nährstoffe im Körper Schwankungen unterliegen [5]. In den Überlieferungen von Ayurveda und TCM sollten sich diese jahreszeitlichen Veränderungen tatsächlich in der Wahl der Nahrungsmittel niederschlagen [6]. Bspw. ist nach traditioneller indischer Ernährungslehre im Frühjahr der Kapha-Überschuss des Winters abzubauen, so dass eher leichte Speisen anstelle von fettigem Essen bevorzugt werden.[6].

Die jahreszeitlich zielgerichtete Ernährungsweise könnte demnach ein interessantes Gebiet für weitere Forschungsbemühungen darstellen. Derzeit existieren leider noch keine wissenschaftlich fundierten Empfehlungen, so dass die weitere Entwicklung abzuwarten bleibt.

Unser Autor René Dolge ist staatlich anerkannter Diätassistent, trägt den Titel „M.Sc.Gesundheits- und Pflegewissenschaft" und arbeitet freiberuflich in der Diät- und Ernährungstherapie. Im Sachsensport und auf den Seiten des Landessportbundes Sachsen unter www.sport-fuer-sachsen.de stellt er monatlich neue praktische Beispiele für sportgerechte Ernährung vor.

Literatur:

[1] Beccuti, G., Monagheddu, C., Evangelista, A., Ciccone, G., Broglio, F., Soldati, L. & Bo, S. (2017). Timing of food intake: Sounding the alarm about metabolic impairments? A systematic review. Pharmacological research, 125(Pt B):132-141. [2] Augste, C. & Künzell, S. (2013). Seasonal variations in physical fitness among elementary school children. Journal of sports sciences, 32(5):415-23. [3] Macdiarmid, J.I. (2014). Seasonality and dietary requirements: will eating seasonal food contribute to health and environmental sustainability? The proceedings of the nutritional society, 73(3):368-75. [4] Dopico, X.C. et al. (2015). Widespread seasonal gene expression reveals annual differences in human immunity and physiology. Nature communications, 6:7000. [5] Ärzteblatt (Hrsg.) (2015). Abgerufen am 05.12.2018 von https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62785/Jahreszeiten-veraendern-Genaktivitaet [6] Pandya, E. (2017). Ernährung im Rhythmus der Jahreszeiten – Frühjahr. Abgerufen am 06.12.18 von https://www.praxis-pandya.de/ernaehrung-im-fruehjahr/ [7] Rossato, S.L., Olinto, M.T., Henn, R.L., Moreira, L.B., Camey, S.A., Anjos, L.A., Wahrlich, V., Waissmann, W., Fuchs, F.D. & Fuchs, S.C. (2015). Seasonal variation in food intake and the interaction effects of sex and age among adults in southern Brazil. European journal of clinical nutrition, 69(9):1015-22.