FSJ und BFD im Sport in Sachsen

Für einen Freiwilligendienst im Sport 2019/20 bewerben

zoom Die Bewerbungsphase für die Jugendfreiwilligendienste im Sport (unter 27 Jahren) und den Bundesfreiwilligendienst für Ältere (ab 27 Jahren) hat begonnen. Wer Interesse hat, ab dem 1. September 2019 einen Freiwilligendienst im Sport zu absolvieren, kann sich bewerben!

Die Freiwilligendienste sind eine besondere Form bürgerschaftlichen Engagements. Als Bildungs- und Orientierungsjahr gewinnen sie für junge und ältere Menschen immer mehr an Bedeutung. Sie geben Engagierten die Möglichkeit, sich aktiv im Sport einzubringen, dabei selbst neue Erfahrungen zu sammeln, Kompetenzen zu erwerben und auch eigenes Wissen an andere weiterzugeben. Wer Interesse hat, ab dem 1. September 2019 einen Freiwilligendienst im Sport in einem sächsischen Sportverein oder -verband zu absolvieren, kann sich bis einschließlich 30. April 2019 online bei der Sportjugend Sachsen (SJS) oder direkt bei einer der anerkannten Wunscheinsatzstellen bewerben.

Was beinhaltet ein Jugendfreiwilligendienst im Sport?
Gesucht werden engagierte, junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, die sich für ein Jahr im Rahmen eines Freiwilligendienstes im Vereinsalltag, insbesondere in der sportlichen Kinder- und Jugendarbeit, einbringen wollen. Es gibt zwei Dienstformen: das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sport. Beide Dienste starten ab 1. September und dauern im Regelfall 12 Monate. Die Freiwilligen engagieren sich dabei in Vollzeit (40 Std./Woche) in einem Sportverein oder -verband ihrer Wahl, einer sogenannten Einsatzstelle, und unterstützen die meist ehrenamtlich geführten Vereine vor allem bei Aufgaben im Kinder- und Jugendbereich.

Was beinhaltet ein Bundesfreiwilligendienst für Ältere im Sport?
Dieses Freiwilligendienstformat richtet sich an Personen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben. Im BFD engagieren sich Frauen und Männer für das Allgemeinwohl. Der BFD ist den Bedürfnissen der Freiwilligen, dem lebenslangen Lernen sowie der nachhaltigen Förderung des bürgerschaftlichen Engagements verpflichtet. Dabei sieht der Einsatz der Freiwilligen in den Einsatzstellen unterstützende Tätigkeiten bei der Initiierung, Organisation und Durchführung von Bewegungsangeboten, beim Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Partnern im Bereich der Bewegungserziehung, bei der Unterstützung des Vereins bei Aufgaben zur Stärkung des Ehrenamtes und beim Engagement mit besonderen Zielgruppen vor. Freiwillige können dabei in Voll- oder Teilzeit, mindestens jedoch mit 21 Std./Woche tätig werden und erhalten ein angemessenes Taschengeld. Die verschiedenen Varianten sind beim Träger zu erfragen.

Welche Vorteile haben Freiwillige?
Neben einem Taschengeld von monatlich 300 Euro (Jugendfreiwilligendienste), bei älteren Freiwilligen abhängig von der wöchentlichen Arbeitsstundenzahl, gibt es in dem Jahr einen intensiven Einblick in das Berufsfeld Sport. Außerdem gilt es unzählige neue Erfahrungen zu sammeln – sei es als Übungsleiter von Kindertrainingsgruppen, als Betreuer von Projekten in Kindertagesstätten und Schulen oder bei der Organisation von Feriencamps und Spielfesten. Die Aufgabenbereiche sind vielfältig. Neben dem monatlichen Taschengeld werden die Freiwilligen gesetzlich sozialversichert. Kindergeld wird sowohl während des FSJ, als auch des BFD weitergezahlt. Auch die Anerkennung als Wartesemester und Praktikum ist möglich.

Was gibt’s sonst noch?
Gemeinsam mit den anderen jungen Freiwilligen des Jahrgangs werden in mehreren Seminarwochen die theoretischen und praktischen Grundlagen für eine Übungsleiterlizenz erworben und die Erfahrungen aus der praktischen Arbeit in den Einsatzstellen untereinander ausgetauscht. Für alle Freiwilligen besteht außerdem im Laufe des Jahres die Möglichkeit, verschiedene Lizenzen (ÜL C Breitensport, Trainer C in einer Fachsportart, Jugendleiter u. ä.) zu erwerben. Die älteren Freiwilligen können aus einem Bildungsangebot zu sportfachlichen und gesellschaftspolitischen Themen wählen und haben ebenfalls die Möglichkeit zum Lizenzerwerb.

Ich möchte mich bewerben, wie geht das?
Auf der Homepage des Landessportbundes Sachsen (LSB) unter der Sportjugendrubrik "Freiwilligendienste" findet sich eine Liste der Einsatzstellen für den Jahrgang 2019/2020 mit kurzen Tätigkeitsbeschreibungen, Anforderungen an den Bewerber und der Kontaktadresse. Hier sucht sich jeder Interessent diejenigen Einsatzstellen aus, die von der Beschreibung am besten zutreffen würden. Jetzt kann sich der Freiwillige mit einem Anschreiben, Lebenslauf und einer Kopie vom letzten Zeugnis entweder direkt per Post bzw. E-Mail bei den Einsatzstellen bewerben oder online unseren Bewerbungsbogen ausfüllen und die genannten Unterlagen hochladen. Die Sportjugend leitet die Bewerbungen dann an alle genannten Wunscheinsatzstellen weiter, die dann dazu aufgefordert sind, sich bei allen Bewerbern zu melden und sie gegebenenfalls zu einem Kennlerngespräch einzuladen. Haben sich ein Bewerber und eine Einsatzstelle gefunden, wird dies an die SJS übermittelt. Welche Freiwilligendienstform (FSJ oder BFD) am Ende gewählt wird, entscheidet der/die Freiwillige gemeinsam mit der Einsatzstelle und dem Träger je nach Einsatzprofil und vorhandenem Platzkontingent. Die Interessenten über 27 Jahre haben erfahrungsgemäß schon „ihren Wunscheinsatzverein“ gefunden und kommen direkt auf die SJS zu. Es besteht aber auch hier die Möglichkeit, sich über unsere Homepage online zu bewerben.

Ich bin ein interessierter Sportverein/-verband...
Sportvereine und -verbände, die Mitglied des LSB sind, können sich jederzeit als Einsatzstelle bei der SJS bewerben und anerkennen lassen. Voraussetzungen neben der Mitgliedschaft ist es, einen Ansprechpartner bzw. Mentor für die Freiwilligen zu benennen, der für Fragen, Probleme, Hilfestellungen, Feedback und die Einarbeitung mit dem Freiwilligen zur Verfügung steht. Die Anerkennung als BFD-Einsatzstelle wird über das hierfür zuständige Bundesamt realisiert. Wir unterstützen Sie gern bei der Antragstellung. Die Einsatzstellen müssen sich an den Kosten für einen Freiwilligendienstplatz beteiligen. Im Bereich der Jugendfreiwilligendienste sind das derzeit 320,00 € pro Monat, im BFD für Ältere bei einem Teilzeitdienst i. d. R. 100,00 € pro Monat. Die SJS übernimmt als Träger die komplette Personalverwaltung/-abrechnung und sichert die gesetzlich vorgegebene pädagogische Begleitung durch Seminarwochen und -tage, Anleitungen, Einsatzstellenbesuche ab und steht als Ansprechpartner für alle Beteiligten zur Verfügung. Nach der Anerkennung wird der Verein in unseren Einsatzstellenpool aufgenommen und kann in der Liste der Einsatzstellen erscheinen, die den Interessierten zur Verfügung steht. Jede Einsatzstelle kann aber auch in Eigenregie Werbung machen und einen Freiwilligen vorschlagen. Beim BFD für Ältere gibt es eine gesonderte Ausschreibung für interessierte Sportvereine oder -verbände inklusive einer Anlage, die es zu beachten gilt. Bei Interesse ist der zugehörige Bewerbungsbogen ausgefüllt an die SJS zu senden. Die wichtigsten Informationen sind im Merkblatt für den BFD nochmals zusammengefasst.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben für die Durchführung eines Freiwilligendienstes ist jeder Träger auf Fördermittel von Bund und Land angewiesen. Daher steht für jeden Jahrgang immer nur ein begrenztes Platzkontingent zur Verfügung. Dieses zugewiesene Kontingent liegt leider nach den Erfahrungen der letzten Jahre meist unter dem Bedarf bzw. der Nachfrage von jugendlichen und älteren Interessenten und Einsatzstellen. Daher kann keine Garantie auf einen Platz gegeben werden.

Wo finde ich noch mehr Informationen?
Eine aktuelle Übersicht mit freien Einsatzstellen in Sachsen und den Anforderungen, die an die Bewerber gestellt werden, steht zum Download bereit. Unter der Sportjugendrubrik "Freiwilligendienste" gibt es weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren, zum Ablauf des Freiwilligendienstes im Sport und Informationsmaterialien für interessierte Vereine und Verbände.

Ansprechpartner sind Tilo Weidner (Tel.: 0341-2163171) für das FSJ im Sport und Annekathrin Mai (Tel.: 0341-2163173) für den BFD im Sport.