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Inklusionsleitfaden vorgestellt

Sportfest als Symbol der Zusammengehörigkeit

Der Kreissportbund Bautzen hat einen Leitfaden zur Inklusion im Sport veröffentlicht und vereint bei einem gemeinsamen Sportfest Vereine aus Kamenz und Hoyerswerda.

Inklusionssportfest KSB Bautzen  Medizinballweitwurf war eine der vier Sportabzeichen-Prüfungen beim InklusionssportfestFoto: KSB Bautzen Kinder- und Jugendliche aus dem Kamenzer Asylheim, vom Kinder- und Jugendzentrum der AWO Lausitz aus Hoyerswerda, Sportler des OSSV und Tomogara Ryu Kamenz, Sportbegeisterte der Behindertenwerkstätten und der Lebenshilfe aus Hoyerswerda – sie alle wollten am 5. Mai Sport treiben und dabei bestmöglich das Deutsche Sportabzeichen erwerben. Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung lud der Kreissportbund Bautzen ein buntes Teilnehmerfeld ins Sportforum Hoyerswerda ein.

KSB-Präsident Torsten Pfuhl und Udo Witschas, Erster Beigeordneter des Landrats, eröffneten gemeinsam das Sportfest. Im Mittelpunkt stand neben den Sportlern auch die Veröffentlichung des Inklusionsleitfadens: Seit September 2015 arbeiteten in einem Gemeinschaftsprojekt des Kreissportbund Bautzen, die Ergotherapie Schiewack und der 1. Tanzclub der Lessingstadt Kamenz an dem Leitfaden, der insbesondere den Sportvereinen im Landkreis Bautzen Möglichkeiten aufzeigen kann, wie Inklusion im alltäglichen Vereinsleben funktionieren kann. Die Autorin des Leitfadens, Julia Müller, steht den Sportvereinen auch künftig zur fachlichen Anleitung zur Verfügung. Hierfür sind Seminare und Beratungen vor Ort vorgesehen. Der Leitfaden ist seiner Form deutschlandweit einzigartig. Speziell auf die Zielgruppe der Sportvereine im Landkreis Bautzen ausgestellt, steht er auf der Homepage des Kreissportbundes  allen Interessierten zur Verfügung.

Ein weiteres Novum hatte das Sportfest, bei dem 35 der 60 Teilnehmer dann auch die Bedingungen für das Sportabzeichen schafften, noch zu bieten. Mit dem Rotary Club Kamenz engagierte sich ein Verein, der im Ansatz nicht dem Sport zugehörig ist, jedoch sich stark für die Integration und Gleichstellung einsetzt. Egal ob als Aufbauhelfer, Wettkampfrichter oder auch die Übernahme des Transports der Kamenzer Teilnehmer, waren sie fester Bestandteil des Organisationsteams. Der Sport wirkt auch hier verbindend und soll beispielgebend für weitere Initiativen sein.

Lars Bauer

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