Sportjugendtag beschließt Strategie für Haushaltsdiskussion
Nach der Auszeichnung des Spielmannszuges Hirschfeld mit dem Gütesiegel der Sportjugend Sachsen für „Verein vorbildlicher Jugendarbeit" diskutierten Patrick Schreiber (CDU), Norbert Bläsner (FDP), Annekatrin Klepsch (die Linke), Henning Homann (SPD) mit Dietmar Görsch (Vorsitzender der Sportjugend Sachsen) unter Beteiligung der Delegierten. Einigkeit herrschte bei der Auffassung, dass Sportvereine eine wertvolle Jugendarbeit leisten. Auch die aktuelle Situation des Freistaates Sachsen, ein Minus von 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2011, sowie die langfristige Entwicklung des Haushaltes wird von allen zur Kenntnis genommen.
Kontrovers wurde der Umgang mit dieser Situation diskutiert. „Betroffen sind vor allem die Stadt- und Kreissportjugenden, die Bildungsmaßnahmen der Sportjugend Sachsen und das Freiwillige Soziale Jahr im Sport" sagte Dietmar Görsch. „ Wir möchten gern mit Politik und Verwaltung in einen konstruktiven Dialog über die weitere Ausrichtung und Unterstützung der Jugend(verbands)arbeit im Sport treten, um eine Planungssicherheit für alle Betroffenen zu erreichen", so der Vorsitzende weiter. Die Sportjugend Sachsen wird dies auf der Landesebene tun, die Stadt und Kreissportjugenden müssen sich vor Ort einbringen.
Zu Beginn des Sportjugendtages hatte Jörg Burgmann, langjähriges Vorstandsmitglied, einen kurzen aber sehr emotionalen Rückblick über 20 Jahre Sportjugendarbeit in Sachsen gegeben. Der mit ca. 238.000 jungen Menschen in den Sportvereinen größte Jugendverband in Sachsen feiert im Oktober sein 20zig jähriges Bestehen. Im parlamentarischen Teil beschlossen die Delegierten einstimmig ein aktives Einbringen in die landesweite Diskussion mit den Schwerpunkten: örtliche Jugendhilfe, überörtliche Jugendverbandsarbeit und Freiwilliges Soziales Jahr im Sport.



