Winterspiele beendet, Dahms mit erster Bilanz

Mit einer fröhlichen Abschlussfeier sind in der Nacht (MEZ) die Olympischen Winterspiele von Vancouver zu Ende gegangen. IOC-Präsident Jacques Rogge dankte den Kanadiern im BC Place Stadium für "exzellente und sehr freundliche Spiele" und erklärte diese für beendet. Auf sehr traditionelle Weise stellte sich Russland mit Sotschi als Gastgeber der Spiele in vier Jahren vor.

Zum Abschluss der Olympischen Winterspiele 2010 hat unterdessen der Vizepräsident Leistungssport des Landessportbundes Sachsen (LSB), Christian Dahms, sich zum Abschneiden der sächsischen Sportlerinnen und Sportler geäußert: „Die deutsche Olympiamannschaft konnte ihre hoch gesteckten Ziele mit einer mit den Spielen von Turin vergleichbaren Medaillenbilanz erfüllen. Unsere 22 sächsischen Mannschaftsmitglieder haben hinter den Athleten Bayerns und Thüringens in gewohnter Weise ihren Beitrag dazu leisten können.

Dahms, Christian Christian Dahms Foto: Jochen A. Meyer Sicherlich waren unsere sächsischen Hoffnungen durchaus größer, als es die errungenen sechs Medaillenanteile widerspiegeln. Die Mehrzahl der sächsischen Sportler sind mit Endkampf-, ja sogar Medaillenchancen verdientermaßen für unser Nationalteam nominiert worden. Aus den unterschiedlichsten Gründen konnten jedoch nicht alle im entscheidenden Moment nahtlos an die teilweise tollen Saisonleistungen anknüpfen, oder erhielten - wie im Fall von Tina Bachmann - erst gar keine Startchance.

Ich möchte für den Landessportbund Sachsen deutlich betonen, dass wir mit unserem Nachwuchsfördersystem, gemeinsam mit den Verbänden und Vereinen bei bislang guter Unterstützung durch die Staatsregierung nur den Grundstein und vielleicht soziale Ankerplätze für unsere Spitzenathleten sichern können und dies auch seit Jahren vergleichsweise gut und erfolgreich tun. Die Feinausprägung einer medaillenwürdigen Leistung zum Wettkampfhöhepunkt liegt hingegen in den Händen der Spitzenverbände und des Bundes.

Unser Wunsch ist es, auch in den nächsten Jahren trotz des Einsparungszwangs in den öffentlichen Haushalten die sportliche Talentförderung in guter Partnerschaft mit dem Freistaat als festen und zukunftsorientierten Bestandteil sächsischer Bildungspolitik zu verstetigen und weiter auszubauen. Der Bund investiert zunehmend in den Spitzensport. Dies macht perspektivisch nur Sinn, wenn die Länder ebenfalls ihre Förderung beibehalten und im Fachkräftebereich ausbauen. Denn ohne junge motivierte und gut ausgebildete Sportlehrer, Übungsleiter und Trainer wird es künftig bei Olympischen Spielen immer weniger Erfolge zu feiern geben und unserer Gesellschaft gehen sinnvolle, weil Bewegung stiftende Motive und Vorbilder für die junge Generation verloren.

Ich gratuliere allen Medaillengewinnern und Platzierten zu Ihren Leistungen und danke allen sächsischen Startern für das große Engagement und den Einsatz, den sie bei den Spielen von Vancouver gezeigt haben. Ich wünsche allen eine gute Heimreise und einen erfolgreichen Saisonabschluss."

 

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